Sicher fühlen sich viele, aber der öffentliche Raum braucht Pflege

Im Auftrag der Stadtpolizei wurde die Winterthurer Bevölkerung im Juni 2025 von der ZHAW zu ihrem Sicherheitsgefühl befragt. Die Mehrheit fühlt sich sicher und wünscht sich mehr Fuss- und Velopatrouillen der Polizei.

Blaulicht

Das Positive zuerst: 85 Prozent der Teilnehmenden fühlen sich in Winterthur eher bis sehr sicher. Gleichzeitig sagt aber fast vierzig Prozent, dass sich ihr Sicherheitsgefühl in den letzten drei Jahren verschlechtert hat. Hauptgrund sind nicht schwere Delikte, sondern aggressive oder respektlose Personen und Gruppen im öffentlichen Raum.

Auffällig ist ein Zusammenhang zwischen Alter und Sicherheitsempfinden, welches bei jüngeren Personen signifikant geringer ist als bei älteren Personen. Genannt wurden vor allem die «klassischen» Unsicherheitsorte: Bahnhof, Unterführungen, Merkurplatz und abgelegene Ecken / Gassen bei Nacht. An solchen Orten hilft eine gut sichtbare Polizeipräsenz zu Fuss oder mit dem Velo. Genau das ist auch die am meisten gewünschte Massnahme der Bevölkerung zur Erhöhung der Sicherheit in Winterthur.

Die Befragten hatten auch die Möglichkeit, weitere Probleme zu nennen. Die grössten Probleme sind Littering, Vandalismus und rücksichtsloses Verhalten im Strassenverkehr, Lärmbelästigung und Ruhestörung und rücksichtsloses Fahren und Parkieren von Elektro-Trendfahrzeugen. Alles Themen, die wir in der Altstadt leider bestens kennen.

Die Stadtpolizei Winterthur geniesst ein hohes Vertrauen. Rund 80 Prozent der Befragten sind mit ihrer Arbeit zufrieden, es wird aber eine höhere Polizeipräsenz gewünscht. Die Botschaft an die Stadt ist klar. Die Polizei muss sichtbarer sein und der öffentliche Raum muss besonders gepflegt werden. Dies können wir als Altstadtbewohnende nur unterstützen.

Evaluation der wahrgenommenen Sicherheit der Einwohner:innen der Stadt Winterthur 2025 (pdf)

November 2025 / Hedi Strahm