Stadt vergibt Foodstände neu

Die Stadtpolizei Winterthur hat die Ausschreibung für die mobilen Essstände abgeschlossen. Im neuen Pilotprojekt wurden zusätzliche Standorte geprüft und nach klaren Kriterien vergeben.

Plan der Foodstände in der Altstadt
Bild: Stadtpolizei Winterthur / @OpenStreetMap contributors

Von 18 Gesuchen erhielten 9 einen Zuschlag; zwei neue Anbieter kommen dazu («Matcha Lebensmittel» an der Rudolfstrasse und «Süssgebäck» beim Bahnhofplatz am Untertor).

Im Stadtpark, in der Nähe des Schulhauses, will die Stadt eine so genannte Buvette betreiben. Dieses Restaurant mit eingeschränktem Angebot und ohne Innensitzflächen soll von März bis Oktober von 8-22 Uhr und am Wochenende bis 23 Uhr betrieben werden.

Neben Verwaltungspolizei konnten auch Gastro Winterthur, die Junge Altstadt und wir vom BVA das Angebot der Foodstände mit bewerten. Bei den Standorten hatten wir jedoch keine Mitsprache.

Als Altstadtbewohnende finden wir, dass nicht jeder gut genutzte Ort auch noch ein Verkaufsplatz werden muss. Der Kirchplatz ist heute schon Tag und Nacht stark besucht und muss nicht noch zusätzlich belebt werden. Besonders sensibel ist auch das Bäumli. Es ist unser nächstgelegenes, sehr beliebtes Naherholungsgebiet mit einmaliger Aussicht. Dass der dortige Standplatz mangels passender Bewerbung nicht vergeben wurde, freut uns ausdrücklich.

Wir unterstützen eine faire und transparente Vergabe und sehen, dass zentrale Lagen wie Marktgasse und Steinberggasse begehrt sind. Gleichzeitig steht der öffentliche Raum unter starkem kommerziellem Druck. Nicht jeder einzelne Ort muss für Konsum und Kommerz freigegeben werden.

November 2025 / Hedi Strahm